Projekte

Digital in Aktion

"Digital aktiv" – Digitalisierung im Bereich Wohnen

 

Ein Projekt im Rahmen des Sonderprogramms für Dienste und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege „Zugänge erhalten – Digitalisierung stärken“ gefördert von der         Stiftung Wohlfahrtspflege

Am 30.04.2022 endete unser Projekt und gerne blicken wir an dieser Stelle auf das gemeinsam von Klient:innen und Mitarbeitenden durchgeführte Projekt zurück.

Nachdem das Medienkonzept unter Beteiligung von Klient:innen und Mitarbeitenden erstellt war, hieß es nun die dort formulieren Inhalte und Ziele in die Praxis umzusetzen.

Durch die aktive Beteiligung an der Erstellung des Medienkonzeptes entwickelten insbesondere Klient:innen aus den besonderen Wohnformen zunehmend mehr Sicherheit und äußerten konkretere Wünsche, was sie gerne zu dem Thema lernen möchten.

Da auch die Schulung der Klient:innen und Mitarbeitenden aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie geplant durchgeführt werden konnten, immer wieder erkrankten Klient:innen und Mitarbeitende oder befanden sich als Kontaktpersonen in Quarantäne, waren kreative Lösungen gefragt. Auf keinen Fall wollten wir riskieren, dass die Klient:innen des Digitalteams das Interesse verlieren.

Die Idee entstand, die Klient:innen zu Multiplikator:innen zu schulen und so zum gegebenen Zeitpunkt Mitbewohner:innen und/oder Klient:innen aus den ambulanten Angeboten auf das Thema „Digitalisierung“ neugierig zu machen. 

Nach anfänglicher Unsicherheit stieß dies insgesamt auf große Zustimmung. Spontan erklärte sich ein Klient aus den ambulanten Angeboten dazu bereit den Teilnehmenden aus den besonderen Wohnformen die praktische Handhabung eines Tablets und einige Anwendungsmöglichkeiten zu zeigen. Dieser Vorschlag wurde mit Begeisterung angenommen und direkt umgesetzt. Es fand ein reger Austausch unter den Klient:innen statt. Genauso hatten wir es uns für die Zukunft vorgestellt.

Die von den Klient:innen gewünschten Schulungsthemen wurden im Digitalteam gesammelt, das Schulungskonzept erstellt, über die Mitarbeitenden den Klient:innen in den Wohnangeboten vorgestellt und das Feedback ins Schulungskonzept eingearbeitet. Zum wiederholten Male wurde uns bewusst, wie wichtig es ist die erarbeiteten Inhalte immer wieder mit den Klient:innen rück zu koppeln. Nur so können wir die Bedarfe erkennen, zu einer gemeinsamen Sprache finden und das Thema allen interessierten Klient:innen näherbringen.

Die Aufregung vor dem ersten Schulungstermin war groß. Die durch die EDV angeschafften Geräte waren vorbereitet. Die von den Klient:innen genannten Schulungsziele waren sehr unterschiedlich, z. B. die Vorlese- und Diktierfunktion am Tablet nutzen, das Mailprogramm auf dem eigenen Tablet besser kennenlernen und regelmäßig nutzen, Anrufe am Tablet annehmen, Anwendungsmöglichkeiten des Tablet allgemein kennenlernen, mehr über Musikstreamingdienste erfahren. Erschwerend kamen die sehr unterschiedlichen Kenntnisse im Umgang mit digitalen Medien hinzu.  Für die Digitallotsen, die die Schulung durchführten, war es eine große Herausforderung die individuellen Kenntnisse und sehr unterschiedlichen Interessen zusammen zu bringen. Die Klient:innen waren nach dem ersten Schulungstermin begeistert, das Interesse am Thema war riesig und sie wollten auf jeden Fall an den weiteren Schulungsterminen teilnehmen. 

Unter Berücksichtigung der bei der ersten Schulung gesammelten Erfahrungen fanden die weiteren Schulungstermine statt. Mit jedem Termin wurden die Klient*innen zunehmend sicherer in der Anwendung der Geräte. Sie probierten die verschiedenen Einstellmöglichkeiten, abhängig vom individuellen Bedarf, aus und lernten schnell die Vor- und/oder Nachteile dieser Einstellungen richtig einzuschätzen. Abschließend mussten wir feststellen, dass die ursprünglich geplanten Schulungsinhalte nur als Orientierung dienen konnten. Viel wichtiger war es uns auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden am jeweiligen Schulungstermin einzugehen.

Die Schulungen waren eine Bereicherung für alle Beteiligten. Die Rückmeldung der Klient:innen war durchweg positiv. Sie wünschten sich, dass dieses Angebot weiter fortgeführt werde und zählten viele Themen auf, zu denen sie gerne noch was lernen möchten.

Damit das Interesse am Thema auch nach der Schulung nicht verloren ging, wurden gemeinsam mit den Klient:innen überlegt, wie sie die erlernten Kenntnisse im Alltag anwenden und so auch das Interesse bei Mitbewohner: innen und Klient:innen aus den ambulanten Angeboten wecken können.

Auch die Schulung der Mitarbeitenden wurde von diesen als sehr positiv zurückgemeldet. Einig waren sich die Teilnehmenden darüber, dass die Digitalisierung im Alltag vieler Klient:innen und auch im Miteinander zwischen Mitarbeitenden und Klient*innen Erleichterungen mit sich bringt. Kritisch betrachtet und als unbedingt verbesserungswürdig wurde die technische Ausstattung der Mitarbeitenden um auch digital mit den Klient:innen besser in Kontakt treten zu können. Diese zu verändern wurde durch das Projekt möglich gemacht.

Der Unterstützungsbedarf im Umgang mit digitalen Medien stellte sich als sehr unterschiedlich heraus. Von Basiskenntnissen bis hin zu umfassenden Kenntnissen zum Thema Digitalisierung war alles vorhanden. Grundsätzliches Interesse sich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen und sich nach weiteren Schulungen zu konkreten Themen aktiv an der Umsetzung im Interesse der Klient:innen zu beteiligen war durchweg bei allen Teilnehmenden vorhanden.

Weitere wichtige Themen, wie

  • die Ausleihbörse
  • das Internetcafe
  • die Internetpräsenz

wurden während der Projektlaufzeit bearbeitet. Wir haben Ihr Interesse geweckt und Sie möchten mehr darüber erfahren? Nähere Informationen zu diesen Themen können sie demnächst auf der Homepage nachlesen.

Der VKM bedankt sich ganz besonders im Namen der Klient:innen bei der Stiftung Wohlfahrtspflege dafür, dass wir dieses Projekt durchführen durften!

 

Das Projekt wurde gefördert duch die

 

 

 


Filmprojekt "Anderssein"

Die Filme und das erläuternde Faltblatt zu unseren zwei Kurzfilmen zum Thema AUTISMUS als unsichtbare Behinderung finden Sie hier.


Inklusionsprojekt - WIR ALLE Gemeinsam leben am Westpark


Theaterprojekt Peter Pan

Peter Pan - Abschlussbericht